Donnerstag, 31. Dezember 2015

Von Venao zur Kanalschleuse Pedro Miguel

Einen Tag vor Silvester will ich noch kurz einen Status von der Familienreise posten. Wir sind nun 10 Tage gemeinsam unterwegs, haben 1.500km auf den Tacho gespult, das Bergland von Boquete gesehen und die Pazifikküste. Unsere beiden Neulinge haben ihren ersten kapitalen Sonnenbrand davongetragen und Hostal-Erfahrung gesammelt. Fischi schwärmt vom nordeuropäischen Klima und dass er sich im nächsten Urlaub lieber wieder kurz in einen Fjord stürzt, als hier stundenlang im Pazifik zu wässern. Bei 30•C im Schatten schwitzt man halt immer, egal was man tut! Am Sonntag sind wir von Boquete auf die Azuero-Halbinsel gefahren an den Surferbeach bei Venao und haben dort im Hostal 'La Choza' eingecheckt. Um ein bisschen Abwechslung in die Reiseroute zu bringen, sind wir die westliche Straße nach Süden gefahren, die sich durch pittoreske Hügelketten, bergauf bergab schlängelt und am Ende in eine teilasphaltierte Straße endet. Da wir in Santiago noch einen ausgedehnten Imbiss-/Kaffeestop eingelegt haben, wurde es 19:30, eh wir ankamen. Im Dunkeln, Stockdunkeln war es dann schon schwierig, den Schlaglöchern auszuweichen und rechtzeitig vor Ende eines Asphaltstücks und Beginn des Offroad-Teils abzubremsen. Kraftfahrer Fischi hat das aber souverän gemeistert.



Am Montag haben wir dann mehr oder weniger faul abgehangen. Nach einem fruchtigen Frühstück der aus Boquete mitgebrachten Ananas, Papaya und Melone (weil vor Ort im Israelisch geführten Laden nebenan der 2-3-fache Preis aufgerufen wird). Überhaupt sind die meisten Hotels bzw. Hostals hier in Israelischer Hand und ich erinnere mich, als wir in La Fortuna (Bergland von Costa Rica) waren, trafen wir auch 2 Israelitas, die am Freitag zu dem typ. jüdischen Freitagsfest/-Ritual unbedingt an der CR Pazifikküste sein wollten, weil es dort offensichtlich auch eine große jüdische Gemeinde gab. Wir haben natürlich auch keinen Kinderdiscoumt für Arno bekommen, sondern volle 4 Personen bezahlt á 13$ p.P. (in Summe 52$) für unser leidlich klimatisiertes Zi. mit 2 Einzelbetten und 1 Bunk und Gemeinschaftsdusche/WC. Aber hier ist alles teurer. Wir hatten ja auch schon auf dem Weg von Panama nach Boquete im deutsch geführten 'Hibiscus Garden' kurz vor dem Surferparadies Santa Catalina eine recht beachtliche Zimmerrate von 92$ mit effektiv nur 3 Betten auf engen 6sqm und einer laut röhrenden Aircon, aber immerhin einem eigenen Bad, Küche und offenem Esszimmer.

Sehr offen und auskunftsfreudig, die 7-jährige Lotti,  deren Papa hier alles gebaut hat. Hier sieht man auch recht deutlich - ziemlich viel Strand, wenig Meer.

Unser Esszimmer 




Nach dem Frühstück, es war glaub ich schon Mittag, sind wir an den Strand über die Baustelle nebenan gelaufen (überhaupt wird ringsum viel gebaut) und mussten weit rein laufen, um überhaupt nasse Füße zu bekommen. Irgendwie ist die meiste Zeit hier Ebbe. Auch in Largatero/ Hibiscus Garden haben wir bei unserer Ankunft abends wie auch bei der Abfahrt morgens nur Ebbe gehabt und nix von Surferwellen gesehen. Die Kinder und Fischi sind über die Wellen gesprungen und haben gar nicht bemerkt, wie ihnen die Sonne zusetzt. Ich hatte keine Lust so weit zu laufen und hab mich am Rand aufgehalten, nur meine Beine benetzt und schön mein Strandtuch um meine Schultern gehalten. Gg. 14:30 sind wir zurück zum Hostal und haben und Reis mit Gemüse und dem restlichen Schinken zubereitet. 3 Mädchen aus Deutschland zwischen Abi und Uni haben uns von ihrem work & travel Aufenthalt hier berichtet ( eine Art soziales Jahr im Ausland, für das man sich bewirbt und was nach Steuerrückerstattung bzw. Zuschuss vom dt. Staat nur 1.000€/ Jahr und Nase kostet, incl. Flug und Vollpension in der Gastfamilie). Sie volunteerten in einem Waisenhaus, Schule bzw. Umweltprojekt und haben sich sehr über die legere und völlig unzuverlässige Schule in Panama ausgelassen. Außerdem lernten wir Peter und Markus, ein sehr unterhaltsames Double aus Regensburg kennen. Fischi ist anschließend noch einmal mit den Kindern an den Strand, während ich Wäsche gewaschen habe.

Dienstag sind wir etwas früher los, um in die Bucht hinterm Berg zu kommen. Der Weg dahin wurde uns als 'Geheimtip' verkauft, war aber so breit und ausgefahren, dass wir uns unterwegs (30min) oft fragten, ob es der richtige ist. Heute hatten alle lange Blusen an, um ihren Sonnenbrand zu bedecken. Arno und ich sind ja schon sonnengewöhnt und deshalb nicht so arg betroffen, aber Aimee und Fisch machen den roten Krabben im Sand durchaus Konkurrenz!

Auch hier konnte man meilenweit im schenkeltiefen Wasser laufen, was bei dem vorhandenen leider ziemlich toten Korallenriff durchaus schmerzhaft werden konnte. Wir hatten zum Glück Schorchel und Taucherbrille mit und sind dann in dem seichten Wasser den bunten Fischen hinterher geschwommen. Den Mittag oder frühen Nachmittag haben wir wieder Im Hostal verbracht und 15:30 sind wir mit Peter & Markus nach Cañas gefahren, um auf der vorgelagerten Isla Cañas Schildkröten zu sehen. Der Anleger war menschenleer und wir überlegten, wo wir am kostengünstigsten eine Überfahrt her bekommen. Zum Glück kam gerade ein Bus mit 4 Passagieren und einem engagierten busfahrer an, der einen Bootsführer anrief und wir konnten in die Verhandlung treten. Eigentlich sollte so ein Boot für Hin- und Rückfahrt nicht mehr als 50$ insgesamt kosten, aber der Bootsführer hatte eine andere Kalkulation: er wollte 5$ von jedem für eine Strecke, also 10$ für jeden von uns, die wir auch wieder zurück fuhren. Mit den 4 Businsassen, die anfänglich nur bis zur Insel wollten, wären das 70$ gewesen. Die Jungs wollten nur 30 für uns 6 insgesamt zahlen...  Geeinigt haben wir uns dann bei 40$ für uns 6 allerdings hatten die beiden Franzosen, die schon eine Hostelbuchung auf der Insel hatten, bereits einem Fährpreis von 20$ für sich zugestimmt: also war der Knabe trotzdem mit einem satten Salär von 60$ für eine 15-minütige Fahrt (einfach) dabei! Schlecht verhandelt!!


Drüben sind wir dann an den Hostelhühnern und dem Hostelmonkey vorbei zur anderen Inselseite gelaufen und haben vergeblich die Schildkröten gesucht. Die kommen nämlich erst nach Einbruch der Dunkelheit, zwischen 19-20:00 an Land und Schlüpfende gab es auch grad keine, obwohl die Eier hier auf dem Island konserviert bzw. gesammelt und gesichert werden. Unser Boot ging nach 2h um 18:30 im Sonnenuntergang zurück. Trotzdem war mit Peter und seiner 'kleinen Schwester' sehr lustig, deren Wortgefechte sowohl Aimee, wie auch mich immer ein bisschen an 'Raumschiff Surprise' erinnerten.


Dienstag, 22. Dezember 2015

Familienzusammenführung

Am Sonntagabend um 21:00 Ortszeit kamen Aimee und Fischi endlich an, 1h später als erwartet und nicht mit dem von mir georderten Hoteltaxi. Dafür hat Fischi schon seine erste Preisverhandlung auf spanisch bravourös gemeistert: einen Kleinbus nur für die beiden und 5$ weniger als das Hotel angeboten hat!! Chapeau! Aber nach 20h unterwegs und 30*C vor Ort waren die beiden schon ziemlich durch.

Arno ist nochmal zu Höchstform aufgelaufen und alle (außer Mama) sind nochmal in den Pool gesprungen, bevor wir gg. 23:00 tot ins Bett gefallen sind.


Gestern wollten wir eigentlich den Amador Causeway, abso den Pazifik -Eingang zum Kanal besuchen und die Altstadt, haben aber wegen Regen nur das Biodiversidad Museum und die Brücke der Amerikaner gesehen.

Noch erkennt man den kleinen Farbunterschied zwischen 2 Monate Mittelamerika und mitteleuropäischen Winter.




Das Museo de Biodiversidad vom Stararchitekten Frank Gehry, der auch das Guggenheim in Bilbao gebaut hat.


Lokale Biersorten zum Tagesausklang - das Humboldt ist dunkel und mit Hanf gebraut und das andere keine ahnung.
Gleich holen wir unsern kleinen Kia und fahren an die Küste nach Santa Catalina 

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Zurück in Leon

Nachdem wir noch 2 Busse haben fahren lassen und erst 14:00 zurück nach Leon sind, wollte ich eigentlich mit einer Rikscha zurück zum Hostal, aber die wollten 50 Nio, Taxi kostet nur 20....  Okay, ich bin kleinlich... denn wir sprechen hier über knapp 2$ bzw. 1. Wir kaufen noch Obst am Mercadito Sutiaba und laufen dann einfach durch dieses Barrio, was sehr geschichtsträchtig ist.



Und wen treffen wir hier wieder im Hostel??
Micha, de jecke Jung aus Kölle... 


... heut Morgen ist er gen Norden in die Berge aufgebrochen. Das nächste Mal in Deutschland 


Dienstag, 15. Dezember 2015

Las Peñitas - Pacifico

Gestern sind wir mit dem Bus an den Strand gefahren.


Leider sind die Wellen hier nur für Surfer geeignet, nicht für Kinder. Die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel und es gibt wenig Schatten, außer in einschlägigen Restaurants, die den Strand säumen. Ich bin unschlüssig, ob wir noch 1 Nacht hier verbringen. Dann könnten wir den wirklich schönen Sonnenuntergang überm Pazifik einfangen, was gestern aufgrund toter Handybatterie nicht geklappt hat und mit dem Ranger die Eiablage der Schildkröten besuchen. Oder wir fahren einfach wieder nach Leon und gehen auf Arnos Spielplatz???





Wir haben ein besseres Zuhause gefunden für die letzte Nacht hier @ Rigo's guesthouse mit Superausblick aufs Meer, Sonnenuntergang, Meeresrauschen zum Einschlafen, einer geräumigen Küche und himmlischer Ruhe. Hab heute Morgen sogar 1h Yoga allein auf dem Ausblick im Sonnenaufgang gemacht - das ist Urlaub!

 
 
Der Chickenbus zurück nach Leon ... (ohne Schildkröten und Sonnenuntergang)





Leon, Nicaragua

Nun sind wir in Leon, der drittgrößten Stadt Nicaraguas und obwohl alle Reiseführer meinen, dass die meisten Besucher Granada schön finden, ihr Herz aber in Leon verlieren, kann ich mich nicht so richtig mit der Stadt anfreunden. Es ist heißer, trockener, staubiger und irgendwie auch schmutziger hier.
 
Die Basilica de la Asunción, die größte Kathedrale Mittelamerikas

Samstag war das Fest der Guadeloupe, die hier aus der Kathedrale getragen wird.


Unter diesen mannshohen Puppen stecken Kinder, die in 5-6er Gruppen trommelnd durch die Straßen ziehen und 1$ wollen (früher für Süßigkeiten)


Alle haben sich chick gemacht und tragen kleine Körbchen mit Obst - erinnert mich ein bißchen an Erntedankfest

Vielleicht liegt es auch daran, dass wir hier keine Bekanntschaft mit Einheimischen geschlossen haben....  und dass ich hier im Hostal das erste Mal auf unserer Reise gesiezt wurde von Deutschen?! 

Am Sonntag gehen wir ins kunst-Museum, was echt renommierte Künstler im Display hat, Picasso, Jasper Jones und viele aus ganz Mittelamerika.

Arno bekommt für 2$ einen Haarschnitt. Wir bewegen uns ja noch 9 Wochen in heißen Gefilden.

Dieser Spielplatz, wo man 5Nio fürs Trampolin und 10Nio fürs Bouldern zählt ist Arnos Lieblingsplatz.

 An diesem Abend ist irgendein Fest, wo Reiter mit Nummern ihre gestriegelten Pferde durchziehen Straßen treiben und es offensichtlich ein Prämierung des schönsten Pferdes gibt.

Freitag, 11. Dezember 2015

Granada und Umgeburg




Am Mittwoch teilen wir uns nach unserer Ankunft mit dem Flieger in Managua (Boot sind wir ja nun genug gefahren!) ein Taxi mit einem Holl. Pärchen, die so tolle Namen hatten: Calho und Andromeda. Für die ca. 1-stündige Fahrt zahlen wir 35$ (17,50 für uns) und sind gg. Mittag in Granada, der ältesten Stadt Nicaraguas. Das Hostal Bocas de Boca, wo die Holländer absteigen hat leider kein DZ mehr für uns, empfiehlt uns aber 'La Mexicana' 3 Blocks weiter und Calho begleitet uns sogar. Bei Flores kommen wir für 15$/ Nacht unter und haben einen netten Innenhof und eine Eingangstür, die immer verschlossen wird. Am Nachmittag erkunden wir die Stadt und schnappen uns am Malecon unten (Uferpromenade am Nikaraguasee) eine der berühmten Pferdekutschen. Winston, der Kutscher, lässt Arno gleich vorn sitzen und gibt ihm die Zügel (einen zumindest) und Arno fühlt sich wie ein Ritter. Die Pferde hören auf die witzigen Namen Café und Negro - Kaffee Schwarz. Wir bekommen für schlappe 20$ eine Stadtrundfahrt.


Weil es recht witzig mit Winston ist, der 4 Jahre jünger ist als ich und schwielige Hände vom Bananenernten hat, verabreden wir uns mit ihm für den Donnerstag und buchen eine Privattour in die Umgebung für 50$. Er erzählt uns auch, dass er noch 2 ehemals 3 Brüder hat und der Älteste mit 17 im Krieg gegen die Contra's (von Reagen finanziert) für die Samosas gefallen ist. Er selbst war damals (1980) 6. Die Samosas haben Kinder rekrutiert! Heftiges Leben und dabei strahlt er so viel Lebenslust aus, hat selbst 4 Kinder, die Älteste ist schon 20 und hält Arno immer sein Handy hin, wenn er mit seiner Frau telefoniert.

Am nächsten Morgen 8:00 habe ich dann doch kurz Angst, dass er nicht kommt und mit meinen zu viel gezahlten 14$ die Flatter macht, aber wir sind ja in Mittelamerika und pünktlich 8:15 werden wir abgeholt. Winston stellt uns seinen Bruder Jhony vor, der mit uns den Tag verbringen wird, weil er selbst wichtige Klienten bedienen muss.
Wir fahren zuerst zum Volcan Mombacho, wo ich nochmal 100Nio (3,50$) Eintritt berappen darf - das war so nicht abgesprochen, aber wie heißt es so schön, "Leben und leben lassen". 






Danach fahren wir nach San Juan del Oriente, einem der weißen Dörfer, wo diese indigene Töpferkunst hergestellt und verkauft wird. Wir lassen uns Zeit und kaufen für knapp 10$ 2 Döschen mit einschlägigem Muster






Weiter geht's zum Aussichtspunkt von St. Catarina, der auch Eintritt kostet, aber diesmal vom Fahrer getragen wird. Es bietet sich uns ein herrlicher Rundblick auf de Lagune, in der wir gleich baden gehen und den Vulkan, auf dem wir schon waren. 


Kurz nach 12:00 sind wir unten an der Lagune und ordern erstmal was zu essen: 1/4 Hähnchen für Arno und Patagones mit Hack + Käse für mich } 260Nio (9,40$) und es war ein Fraß: Deep fried Hähnchen dunkelbraun mit Patagones und Reis und einen Pseudo-Salat für Arno, für mich 6 Patagones wahlweise mit supervergorenen, frittiertem Stück Käse oder einem zu Tode frittierten Elefantenpopel und ebenso diesen 3 Tage alten Salat. Echt das Geld nicht Wert! Jhony wartet derweil mit seinen vorher Amkiosk gekauften Chips und O-saft am Parkplatz. 13:00 sind wir fertig mit Essen, ziehen uns um und springen ins Wasser. Das Wasser ist echt klar und weich, nur am Rand spült es so Vulkanstaub dreckig an und natürlich muss man beim Rausgehen auf die Lavasteine achten, die ganz schön weh tun können. Heute lernt Arno Vorwärts- und Rückwärtsrolle im Wasser und kann gar nicht mehr aufhören damit. Es ist dann 14:00, als ich ihn endlich aus dem Wasser kriege und wir zurückfahren können.

Abends beobachten wir aus dem Hostelinnenhof diese Vögel und werden nachts wieder von Chinaböller geärgert.


Freitag gehen wir Frühstücken, buchen unseren Bus nach Leon für schlappe 12$, statt der von unserer Hostelmutti angebotenen 30 und schlendern zum alten Bahnhof, wo noch ein paar Relikte aus alter Zeit stehen. Der Typ, Leo, bei dem wir die Fahrt nach Leon kaufen hat auf seinem Tisch zwischen all den Postkarten tatsächlich eine Flasche Schlenkerla stehen...  aus Bamberg und zeigt mir dann auch noch Fotos, auf denen er mit Freunden vorm Rathaus steht - kleine Welt und ich bin völlig aus dem Häuschen. Arno bekommt noch eine Karte mit dem Nationalvogel Nicaraguas und Stempel und Unterschrift von ihm geschenkt und als wir später durch die Stadt fahren grüßt uns Leo freudig und lauthals und auch Winston scheint ihn gut zu kennen.

200 Jahre altes Kolonial-Haus in dem jetzt ein Hotel & Spa ist.

100 Jahre altes Kolonial-Haus, wo heute Zigarren gerollt werden und Besucher durchgeführt werden. Viele dieser Häuser haben imposante Innenhöfe.



Der Park der Poesie vorm alten Bahnhof mit einem Spielplatz (diesmal aber ohne WiFi - ich hab's probiert)




Und dann entdeckt Arno die Kutsche mit Café & Negro und rennt ihr über den halben Platz hinterher...  Und wird natürlich mitgenommen:


Arno will nochmal baden, also geht es wieder runter zum Malecon...  wo es furchtbar viele - angeblich nicht stechende- Mücken gibt. Ich geh nicht in die Dreckbrühe des Nikaraguasee und halte am Ufer mit den Mücken die Stellung. Arno muss ganz schön weit rein laufen, um seine Rollen praktizieren zu können.

Winston hat währenddessen erst einmal die Hufe seiner beiden Pferde beschlagen und uns dann in die Einkaufsstraße gebracht - ganz gratis. Ich, muss dazu sagen, dass uns unsere Hostelmutti, als Arno sie vormittags in der Kirche entdeckt (er hat da echt einen Sensor für) schon berichtete, dass zuvor eine Pferdekutsche am Hostal war und einer laut nach Arno rief und sie sich schon gewundert hat, wie bekannt der Kleine schon in der Stadt ist! 

Zum Sonnenuntergang waren wir just an der ältesten Kirche der Stadt, deren Kirchturm man auch besteigen kann. Dort wollte ich schnell mit Kind und Einkauf rauf, um ein paar schöne Bilder zu schießen. Da verwehrt der Pförtner doch meinem Kletteraffen den Aufstieg! Ich will gerade Arno mit einem Bonbon in die Kirchbank setzen, als Winston aus dem Nichts auftaucht und meint ,er hat uns gerade gesehen und weiß, dass Kinder da nicht rauf dürfen.
 


... also geh ich allein und weiß meinen Spacko unterhalten und behütet unten bei Winston, während ich Sunset knipse. What a place!!