Am Mittwoch teilen wir uns nach unserer Ankunft mit dem Flieger in Managua (Boot sind wir ja nun genug gefahren!) ein Taxi mit einem Holl. Pärchen, die so tolle Namen hatten: Calho und Andromeda. Für die ca. 1-stündige Fahrt zahlen wir 35$ (17,50 für uns) und sind gg. Mittag in Granada, der ältesten Stadt Nicaraguas. Das Hostal Bocas de Boca, wo die Holländer absteigen hat leider kein DZ mehr für uns, empfiehlt uns aber 'La Mexicana' 3 Blocks weiter und Calho begleitet uns sogar. Bei Flores kommen wir für 15$/ Nacht unter und haben einen netten Innenhof und eine Eingangstür, die immer verschlossen wird. Am Nachmittag erkunden wir die Stadt und schnappen uns am Malecon unten (Uferpromenade am Nikaraguasee) eine der berühmten Pferdekutschen. Winston, der Kutscher, lässt Arno gleich vorn sitzen und gibt ihm die Zügel (einen zumindest) und Arno fühlt sich wie ein Ritter. Die Pferde hören auf die witzigen Namen Café und Negro - Kaffee Schwarz. Wir bekommen für schlappe 20$ eine Stadtrundfahrt.
Weil es recht witzig mit Winston ist, der 4 Jahre jünger ist als ich und schwielige Hände vom Bananenernten hat, verabreden wir uns mit ihm für den Donnerstag und buchen eine Privattour in die Umgebung für 50$. Er erzählt uns auch, dass er noch 2 ehemals 3 Brüder hat und der Älteste mit 17 im Krieg gegen die Contra's (von Reagen finanziert) für die Samosas gefallen ist. Er selbst war damals (1980) 6. Die Samosas haben Kinder rekrutiert! Heftiges Leben und dabei strahlt er so viel Lebenslust aus, hat selbst 4 Kinder, die Älteste ist schon 20 und hält Arno immer sein Handy hin, wenn er mit seiner Frau telefoniert.
Wir fahren zuerst zum Volcan Mombacho, wo ich nochmal 100Nio (3,50$) Eintritt berappen darf - das war so nicht abgesprochen, aber wie heißt es so schön, "Leben und leben lassen".
Danach fahren wir nach San Juan del Oriente, einem der weißen Dörfer, wo diese indigene Töpferkunst hergestellt und verkauft wird. Wir lassen uns Zeit und kaufen für knapp 10$ 2 Döschen mit einschlägigem Muster
Kurz nach 12:00 sind wir unten an der Lagune und ordern erstmal was zu essen: 1/4 Hähnchen für Arno und Patagones mit Hack + Käse für mich } 260Nio (9,40$) und es war ein Fraß: Deep fried Hähnchen dunkelbraun mit Patagones und Reis und einen Pseudo-Salat für Arno, für mich 6 Patagones wahlweise mit supervergorenen, frittiertem Stück Käse oder einem zu Tode frittierten Elefantenpopel und ebenso diesen 3 Tage alten Salat. Echt das Geld nicht Wert! Jhony wartet derweil mit seinen vorher Amkiosk gekauften Chips und O-saft am Parkplatz. 13:00 sind wir fertig mit Essen, ziehen uns um und springen ins Wasser. Das Wasser ist echt klar und weich, nur am Rand spült es so Vulkanstaub dreckig an und natürlich muss man beim Rausgehen auf die Lavasteine achten, die ganz schön weh tun können. Heute lernt Arno Vorwärts- und Rückwärtsrolle im Wasser und kann gar nicht mehr aufhören damit. Es ist dann 14:00, als ich ihn endlich aus dem Wasser kriege und wir zurückfahren können.
Abends beobachten wir aus dem Hostelinnenhof diese Vögel und werden nachts wieder von Chinaböller geärgert.
Freitag gehen wir Frühstücken, buchen unseren Bus nach Leon für schlappe 12$, statt der von unserer Hostelmutti angebotenen 30 und schlendern zum alten Bahnhof, wo noch ein paar Relikte aus alter Zeit stehen. Der Typ, Leo, bei dem wir die Fahrt nach Leon kaufen hat auf seinem Tisch zwischen all den Postkarten tatsächlich eine Flasche Schlenkerla stehen... aus Bamberg und zeigt mir dann auch noch Fotos, auf denen er mit Freunden vorm Rathaus steht - kleine Welt und ich bin völlig aus dem Häuschen. Arno bekommt noch eine Karte mit dem Nationalvogel Nicaraguas und Stempel und Unterschrift von ihm geschenkt und als wir später durch die Stadt fahren grüßt uns Leo freudig und lauthals und auch Winston scheint ihn gut zu kennen.
... also geh ich allein und weiß meinen Spacko unterhalten und behütet unten bei Winston, während ich Sunset knipse. What a place!!
Abends beobachten wir aus dem Hostelinnenhof diese Vögel und werden nachts wieder von Chinaböller geärgert.
Freitag gehen wir Frühstücken, buchen unseren Bus nach Leon für schlappe 12$, statt der von unserer Hostelmutti angebotenen 30 und schlendern zum alten Bahnhof, wo noch ein paar Relikte aus alter Zeit stehen. Der Typ, Leo, bei dem wir die Fahrt nach Leon kaufen hat auf seinem Tisch zwischen all den Postkarten tatsächlich eine Flasche Schlenkerla stehen... aus Bamberg und zeigt mir dann auch noch Fotos, auf denen er mit Freunden vorm Rathaus steht - kleine Welt und ich bin völlig aus dem Häuschen. Arno bekommt noch eine Karte mit dem Nationalvogel Nicaraguas und Stempel und Unterschrift von ihm geschenkt und als wir später durch die Stadt fahren grüßt uns Leo freudig und lauthals und auch Winston scheint ihn gut zu kennen.
200 Jahre altes Kolonial-Haus in dem jetzt ein Hotel & Spa ist.
100 Jahre altes Kolonial-Haus, wo heute Zigarren gerollt werden und Besucher durchgeführt werden. Viele dieser Häuser haben imposante Innenhöfe.
Der Park der Poesie vorm alten Bahnhof mit einem Spielplatz (diesmal aber ohne WiFi - ich hab's probiert)
Und dann entdeckt Arno die Kutsche mit Café & Negro und rennt ihr über den halben Platz hinterher... Und wird natürlich mitgenommen:
Arno will nochmal baden, also geht es wieder runter zum Malecon... wo es furchtbar viele - angeblich nicht stechende- Mücken gibt. Ich geh nicht in die Dreckbrühe des Nikaraguasee und halte am Ufer mit den Mücken die Stellung. Arno muss ganz schön weit rein laufen, um seine Rollen praktizieren zu können.
Winston hat währenddessen erst einmal die Hufe seiner beiden Pferde beschlagen und uns dann in die Einkaufsstraße gebracht - ganz gratis. Ich, muss dazu sagen, dass uns unsere Hostelmutti, als Arno sie vormittags in der Kirche entdeckt (er hat da echt einen Sensor für) schon berichtete, dass zuvor eine Pferdekutsche am Hostal war und einer laut nach Arno rief und sie sich schon gewundert hat, wie bekannt der Kleine schon in der Stadt ist!
Zum Sonnenuntergang waren wir just an der ältesten Kirche der Stadt, deren Kirchturm man auch besteigen kann. Dort wollte ich schnell mit Kind und Einkauf rauf, um ein paar schöne Bilder zu schießen. Da verwehrt der Pförtner doch meinem Kletteraffen den Aufstieg! Ich will gerade Arno mit einem Bonbon in die Kirchbank setzen, als Winston aus dem Nichts auftaucht und meint ,er hat uns gerade gesehen und weiß, dass Kinder da nicht rauf dürfen.
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