Anschließend sitzen wir meist eine Weile im WLan-Bereich, um zu mailen, bloggen und Hausaufgaben zu machen. Dann geht es in die Stadt einkaufen oder bummeln. Für die zusätzlichen Aktivitäten unter der Woche darf ich durchaus mein Volunteering absagen- erstaunlich. Nur finden die Activities nur statt, wenn sich mindestens 2 Erwachsene finden, die daran teilnehmen. Ich habe uns für die heißen Quellen eingetragen und Sa. für den Strand am Pazifik. Mal sehen, was davon stattfindet. Da gerade Nachsaison ist, ist wenig los und die Teilnehmerzahl gering.
Die von Alberto empfohlene Kneipe nebenan, die ich zum Mittag aufsuchen wollte, hat leider bis ca. 11:00 Frühstück und serviert Mittagessen erst ab 14:00. Ich hatte Arno ein Eis versprochen, aber der Supermarkt hatte keins und im nächsten Bäcker mit vorgelagertem Klamottenladen - komische Kombination gab es welches. Da Das lose Eis dem Herrn nicht gefiel, bekam er ein Eis am Stiel, was leider schon leicht angeschwollen war und deshalb aus einer Tasse gegessen werden musste. Am Nachbartisch saßen 4 englischsprachige Rentner, die zum Bild aus der Habla YA Schule passten. Boquete wurde wohl vor einigen Jahren als perfekter Rentensitz in den USA beworben und dementsprechend mit Seniorenresidenzen ausgestattet und bevölkert. Mit seinem Klima, was tagsüber zwar heiß sein kann aber aufgrund der Höhe von reichlich 1.000m nachts immer wieder angenehm abkühlt, ist es verträglicher als die Hitze im Flachland. Schon die ca. 40km entfernte Stadt David ist wesentlich wärmer.
Als wir Mo dann endlich wieder auf unserem Weg bergan zu Antonia waren, war es schon 11:45 und nicht mehr viel Zeit bis zu unserem Einsatz 13:00 im Kindergarten. Wir liefen an selbigem vorbeiund sahen, wie alle Kinder aufgereiht auf dem Boden der Veranda saßen und gespannt der Geschichte, die eine Lehrerin in einem Prinzessinnenbilderbuch vorlas lauschten. Kurz nach 12:00 waren wir endlich zuhause und ich war fix und foxy von der Wanderung. In der Mittagshitze. Arno sprang gleich mit Angel umeinander, ich transpirierte auf unserem Bett. 12:45 dann wieder da halben Berg runter zum Kindergarten. Das nächste mal nehme ich ein Taxi!
Mein erster Eindruck vom Kindergarten war erschreckend. Nicht nur dass der Außenbereich und Spielplatz mit ca. 50sqm winzig erscheint, auch innen sind die Kinder auf kleinstem Raum 'eingesperrt'. Ein fettes Holzgatter vor der Tür zum Bereich der Kleinsten, also dem Krippenbereich unterstrich das noch. Darinnen war 1 Erzieherin allein mit ca 10 1-2-jährigen. Der Geruch, der von dem offenen Windeleimer ausging tat sein Übriges zum Gesamteindruck. Die junge (Anfang 30) aber stark übergewichtige Leiterin empfing mich in ihrem Büro, wo schon 3 Schulkinder saßen, die wegen mir den Raum verlassen mussten. Sie erklärte, dass manche jetzt schon abgeholt werden, andere aber bis weit nach der eigentlichen Schließzeit 17:00 da sind. Die 3 Gruppenzimmer sind schätzungsweise gerade so groß wie das Nebenzimmer der Schildes. Ich wurde in das Zimmer geleitet, wo ca. 12 Kinder kinoähnlich vor einem schrill lärmenden Fernseher saßen. Kurz darauf drückte man mir einen Block Ausmalseiten in diesem Hand und brachte die Tische in Sitzordnung "tienes pintar"... Und schon war ich allein mit den anfänglich recht disziplinierten Kindern. Aber bald brach die Konzentration ab und die ersten sprangen rum bzw. stänkerten mit den anderen. Ich frug, ob raus gehen kann und versuchte "Ente, Ente, Ganz" (Faules Ei für die Oasis 😉) zu spielen, was an meinen erbärmlichen Spanischkenntnissen scheiterte. Aber rumtoben und Trampolinspringen ging auch.
1. Lektion gelernt: ich bin unendlich dankbar über die Standards in deutschen Kindergärten!




Liebe Anke,
AntwortenLöschenes freut mich jedes Mal sehr etwas von euch zu lesen.
Ich kann mir einfach nciht vorstellen, das Ihr euch gerade am anderen Ende der Welt befindet.
Ich wünsche Dir und Arno weiterhin viel Glück und für die Zukunft dann ein gutes Nervenkostüm!
Passt auf euch auf! Wir vermissen euch!
Mandy