Montag, 2. November 2015

Caldera

Nach unserem opulenten Frühstück und mit einer Karte von Panama auf dem Beifahrersitz sind wir gg. 10:30 endlich losgefahren und wieder auf die baustellenreiche Panamerikana eingebogen. Ich war mir trotz bebildertem Flyer nicht immer sicher, ob ich richtig bin. Hab einmal nach Überquerung eines Staudammes auch angehalten und mein Handy gezückt, weil Staudamm laut Flyer erst später kommen sollte und die Entfernungen im Flyer leider in min und nicht km gemacht waren. Aber da kam die Polizei mir zu Hilfe und bekräftigte, ich sei richtig und muss an der nächsten Gabelung links fahren. Die Landschschaft war echt schön und die Dörfer etwas aufgeräumter, die Häuser etwas nobler, als die am Hafen Boca Chicas.



Kurz nach 12:00 haben wir das Ende der ca. 15km langen Schotterpiste zu den hotsprings erreicht und stellen unser Auto vor einer Brücke ab, um die letzten Meter über Stock und Stein zu Fuß zu gehen.
Gg.12:50 sind wir nach irritierenden Marsch durch Wald, Supf und Kuhweide, entlang des kleinen Flüsschens an einer größer angelegten und ringsum eingezäunten Hütte gelandet. Schilder mit 'Proprieta privada' deuten darauf hin, dass man hier was zahlen muss, nur was und bei wem? Auf der Wiese zu unserer Rechten befinden sich einige mit Steinen eingezäumte Pools mit weißen Menschen darin, ein Zeichen, dass wir da sind. Ein netter Panameño begrüßt uns gleich und fragt, wo wir her kommen und kann sogar ein paar Brocken deutsch. Er empfahl uns ins sauberere Wasser des Flusses zu gehen und erklärte uns, dass es seine Proprieta ist und er der Chef sei. Na die Masche kenn ich ja schon und dann wirst du 2x abgezockt.  Unten am Wasser hab ich dann ein einheimisches Paar gefragt, was es kostet und die erklärten, dass es am Fluss libre ist. Na Bitteschön.




 Nun lieg ich hier im heißen Thermalwasser, der Schweiß rinnt mir in Bächen übers Gesicht (vielleicht kann ich dann meine Wechseljahre gleich abhaken 😉) und hoffe, meine Knochen danken es mir. Zwischendrin noch einen Schluck aus dem heißen Rinnsal, was von oben kommt für die innere Heilung.


Kurz vor 15:00 kam eine Gruppe Einheimischer mit einem dt. Pärchen und rutscht die glatten Steine im Fluss von der Strömung getrieben runter. Wir packen unsere Sachen und machen ums auf den Rückweg. Das letzte Stück nimmt uns noch Ein Jeep mit dem dt. Pärchen hintendrauf mit. Sie kommt witziger Weise aus Bamberg und er aus HH. 


Das Auto habe ich mit 150.503km wieder abgegeben, also nach 225km, was in Anbetracht der Zeit, die wir auf der Straße waren recht wenig ist.

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