Montag, 4. Januar 2016

Panama-Kanal

Ein letzter Post mit Bildern...  Heute geht es nach Kuba und wer weiß, ob wir dort trotz der über 20 eingerichteten Internetstellen im Land ins Internet kommen. Den Berichten zufolge muss man sich auch hier durch sozialistische Warteschlangen quälen.


Den Kanal haben wir nun von allen Seiten gesehen und auch alle 3 Schleusen. Ich muss gestehen, die Gatunschleuse an der Karibikseite fand ich am eindrucksvollsten und einsehbarsten. Diese ca. 6km von Colon entfernte Schleuse ist mit 5$ Eintritt auch weitaus billiger als die 15$ teure Miraflores Schleuse, wo sich unsere bayrischen Freunde auch montierten, dass sie sich im Vergleich zu den Einheimischen (die nur 5$ bezahlen) echt abgezockt fühlten. Wir verfuhren uns anfänglich und landeten in Gatun zuerst bei dem Überlaufbecken mit Besucherplattform, wo es von außen gesehen gar nichts zu sehen gab, aber der gleiche Eintrittspreis wie in Miraflores aufgerufen wird. Okay, es gibt ein Restaurant, was den Gatunsee überblickt, aber von der Schleuse sieht man hier nix.

Immerhin entdeckten wir unweit des Parkplatzes einen Waldweg, der momentan wohl primär von Baufahrzeugen zum Ausbau des Kanals genutzt wird. Hier sahen wir unseren ersten Ameisenbär auf einem Baum und spielende große blaue Schmetterlinge.



Zurück an der Schleuse sparten wir uns den Eintritt und machten unsere Bilder von draußen, was völlig ausreicht. Als wir ankamen, war die Straße, die hier den Kanal überbrückt gesperrt, weil ein großes Containerschiff gerade passierte. Hier ist die Stelle, wo die Schiffe am drastischsten angehoben bzw. in unserem Fall abgesenkt werden; 26m. Die Ozeanriesen werden mit Schleppern in die Schleuse bugsiert und dann von kleinen Zahnradlocks durchgezogen. Das dauert ca. 1h.
Nach dem Containerschiff lag ein fetter Kreuzfahrer, die 'Coral Princess' in der Schleuse, was nochmal imposanter war. Dieser 2.000-Betten-Kreuzer zahlt ja mit Abstand die höchsten Passage von 135$ pro Passagierbett für die ca. 10-stündige Kanaldurchfahrt. Beim Gesamtpreis für so eine Kreuzfahrt fällt das wahrscheinlich weniger ins Gewicht, ist aber um einiges teurer als z.B. Die Bahnfahrt von Panama nach Colon für 25$ in 1h. Allerdings berichteten uns ein dt. Pärchen, dass die Fahrt alles andere als interessant sei und von den versprochenen Dschungeleindrücken nicht viel bei Ihnen ankam. Auch vom Kanal bekommt man kaum etwas mit. Da waren wir mit unserer Mautgebühr von 2,30$ noch am günstigsten dabei und wir konnten vorallem anhalten und abfahren, wo wir wollten. Die Coral Princess fotografierten wir vom Busparkplatz etwas oberhalb des Besuchereingangs mit Blick auf den Gatunsee. Von hier aus führte eine Straße zum See, die uns noch einen netten Blick auf den See und die wartenden Schiffe gewährte. Auf dem Parkplatz für Mitarbeiter kamen uns sogar eine  Horde Nasenbären entgegen. Vorbei an den Auffangbecken bzw. der im Bau befindlichen Kanalerweierung zurück zu dem teuren Besucherzentrum haben also eine Runde gedreht.







An Silvester waren wir in einem deutsch bzw. Österreichisch geführten Hostal bei Silvia und Guido in Puerto Lindo. Leider wurde der tel. Vereinbarte Preis von 65$/ Nacht als wir die 15km in diese Sackgasse gefahren waren von der sichtlich gestressten Silvia vor Ort spontan um 10$ angehoben. Als wir ihr mitteilten, dass dies so nicht vereinbart war und ob sie uns dann noch ein Extra-Bett für Arno rein stellt wurde sie noch komischer und meinte urplötzlich, das Zimmer sei vergeben und sie sei an keiner Diskussion interessiert. Weil wir natürlich keinen Bock auf weiterreise und an Silvester noch Unterkunft suchen hatten, schluckten wir die Kröte und zahlten für die 3 Betten inkl. Eigenem Bad und Aircon 75$. Die primär deutschen anderen Gäste waren durchaus nett und gaben uns noch gute Tips für Kuba bzw. Erzählten von ihrem Community-living in Costa Rica. Fischi ist mit Arno gg. 22:00 gefrustet ins Bett (wenn es nach ihm gegangen wäre, wären wir auf dem Absatz umgedreht und weiter gefahren). Aimee und ich sind kurz vor 0:00 mit den Deutschen noch ins Dorf und haben die super rausgeputzt, primär schwarzen Einheimischen beäugt, die durch die Wege flanierten und Selfies machten. Aus den Häusern dröhnte Z.T. Laute Musik und unten am Anleger hatte einer sein Auto mit dröhnenden Lautsprechern und Lichtschlauch aufgebaut. Alles und mitgeschleppt,,selbst die Babies lagen rausgeputzt an Papas Schulter und schliefen.
Eine Tradition hier ist es wohl, Puppen auszustopfen und aufzustellen, die dann um Mitternacht angezündet werden. Davon standen zig an der Interamerikana auf unserem Weg nach Panama City.


Mit der Hosteltochter Manuela hat Arno sich prima verstanden. Die tat uns auf bissen leid - bei den Eltern!

Die Reste der spanischen Festung in Portobelo, 15km vor Puerto Lindo.

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